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Was ist zu tun bei einer Schilddrüsenunterfunktion?

Menschen die sich ständig müde fühlen, Gedächtnisstörungen bemerken, deutlich an Gewicht zunehmen, trockene Haut oder brüchige Haare und Nägel haben, könnten unter einer Schilddrüsenunterfunktion, auch Hypothyreose genannt, leiden. Auch Wassereinlagerungen oder Störungen im Menstruationszyklus treten bei Frauen als Symptome auf. Allgemein sind die Muskelreflexe geschwächt und der Puls langsam. Die Entwicklung der Schilddrüsenunterfunktion bei Erwachsenen verläuft eher unauffällig, schleichend. Während dem Verlauf der Krankheit kann es vorkommen, dass das Immunsystem Antikörper produziert die schädlich für die Schilddrüse sind. Mediziner sprechen von Hashimto-Thyreoiditis, welches die häufigste Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion ist.

Behandlung mit Medikamenten

Wurde eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert müssen sich die Patienten darüber im Klaren sein, dass eine lebenslange Medikamentengabe, eine Behandlung mit L – Thyroxin, erforderlich sein wird um den Hormonmangel auszugleichen. Das entsprechende Medikament ist ein synthetisch hergestelltes L-Thyroxin, welches dem körpereigenen T4 entspricht. Bis die richtige Dosis eingestellt ist vergehen meistens mehrere Monate, denn der Arzt verschreibt anfangs die niedrigste mögliche Dosierung und steigert diese dann nach Bedarf so lange, bis die Symptome sich eingestellt haben. Da sich eine Behandlung mit L-Thyroxin auf die Darmtätigkeit auswirkt, sollte das Medikament unbedingt nüchtern vor der ersten Mahlzeit am Tag, eingenommen werden.

Tägliche Jodaufnahme über Nahrungsmittel sind wichtig

Da Jod den größten Bestandteil von Schilddrüsenhormonen ausmacht, der Körper ihn aber nicht selber produzieren kann, ist es wichtig auf die Ernährung zu achten. Studien belegen dass die meisten Menschen in Deutschland ein Defizit bei der täglich empfohlenen und eingenommenen Jodmenge haben. Besonders Schwangere müssen auf ausreichende Jodzufuhr achten, denn es müssen beide Schilddrüsen, die von Mutter und Kind, mit ausreichend Jod versorgt werden. Während bei Schwangeren eine jodhaltige Ernährung meist nicht ausreicht und Jodid-Tabletten zusätzlich eingenommen werden sollten um einer Mangelerscheinung vorzubeugen, sollte im Alltag beim Zubereiten der Mahlzeiten jodiertes Speisesalz verwend werden. Außerdem ist Seefisch besonders jodhaltig und sollte schon aus diesem Grund mindestens zweimal wöchentlich auf dem Speiseplan stehen.